Book Reviews

“Is Christmas Unbelievable?” von Rebecca McLaughlin

21. Oktober 2021

Mit “Confronting Christianity” und “The Secular Creed” hat es Rebecca McLaughlin auf der Liste meiner Lieblingsautoren ganz weit nach oben geschafft. Sehr gut lesbar, spannend und in einer ausgewogenen Tiefe greift sie dort brandaktuelle Themen und schwierige Fragen an, die Nichtchristen wie Christen momentan beschäftigen. So ist auch ihr in diesem Monat erschienenes Buch “Is Christmas Unbelievable?” eine sehr knappe, in vier Fragen unterteilte Abhandlung über die bekannteste Geschichte der Welt, die unabhängig davon, wie viel man schon über Jesus und die biblischen Dokumentationen weiß, Freude beim Lesen macht, zum Nachdenken anregt und sicher auch zu guten Gesprächen bei der Weihnachtsfeier führen kann. Ohne Zweifel kann man es auch für Kleingruppen verwenden oder als Gesprächsgrundlage einsetzen, um innerhalb der Familie die wahre Bedeutung, aber auch die Glaubwürdigkeit der Weihnachtsgeschichte aufzuzeigen. Die in einfacher, aber sprachlich sehr wertvoller Ausdrucksweise formulierten Argumentationslinien laden mich als Leser dazu ein, darüber nachzudenken, wie ich in einem Gespräch mit einem Nichtchristen verständlich, interessant, authentisch und fundiert meinen Glauben an die Echtheit der biblischen Erzählungen zu Weihnachten verteidigen kann.

Zunächst beschäftigt sich McLaughlin mit der Frage, ob Jesus überhaupt eine reale Person war (“Was Jesus Even A Real Person?”). Dabei geht sie nicht tiefgreifend auf außerbiblische Quellen ein, was den Rahmen und die Zielsetzung des Buches, ein kurzes, traktatähnliches und apologetisch orientiertes Buch zu sein, welches man Arbeitskollegen guten Gewissens bei der Kaffeepause schenken kann, auch sprengen würde, beschreibt aber knapp, dass Jesus von antiken Geschichtsschreibern wie Plinius oder Tacitus durchaus als historisch reale Person erwähnt wird und legt gut nachvollziehbar die Glaubwürdigkeit der Evangelien und damit der Weihnachtsgeschichte dar. Besonders interessant war für mich die Überlegung, dass man, hätte man sich damit ein berührendes Märchen für unbedarfte Kinder ausgedacht, sicher den blutigen Teil mit Herodes und der Stadt Betlehem weggelassen hätte. Anschließend überlegt die Autorin, ob wir den Evangelien überhaupt Glauben schenken können (“Can We Take The Gospels Seriously?”). Hier zeigt sie, dass die biblischen Berichte eben nicht wie häufig behauptet durch ein “Stille Post”-Prinzip einer einzigen Linie von Menschen entlang verfälscht wurden, sondern durch ein weit gefächertes Netz von Erzählern weitergegeben und somit von den Evangelisten mit Augenzeugenberichten verglichen werden konnten. Weiter geht sie am Beispiel der Verleugnung durch Petrus darauf ein, dass die von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes aufgeschriebenen Berichte nicht nur – wie es der Fall wäre, wenn sie frei erfunden wären – glorreiche Momente der Akteure, sondern gerade oft die peinlichsten Taten enthalten, die man sonst niemanden erzählen würde. im Kapitel “How Can You Believe In A Virgin Birth?” geht sie gar nicht so konkret darauf ein, wie wir an eine Jungfrauengeburt glauben können, sondern legt schlüssig dar, dass es im Gegenteil irrational wäre, anzunehmen, dass der Schöpfer von Millionen von Galaxien, begeisternden Tier- und Pflanzenwelten und unergründlichen Menschen, an einer unbefleckten Empfängnis scheitern würde. Die Autorin weist zudem darauf hin, dass Glaube und Wissenschaft keineswegs im Widerspruch zueinander stehen, was man im Allermindesten daran erkennen kann, dass die ersten Wissenschaftler bzw. diejenigen, die der heutigen wissenschaftlichen Methode ihre erste Form gaben, Roger Bacon und Wilhelm von Ockham, gläubige Christen waren und auch die Speerspitze der Forschung in unserer Zeit mit vielen Nachfolgern von Jesus besetzt ist, so zum Beispiel der Cambridge-Professor für Experimentalphysik Russell Cowburn oder die NASA-Projektleiterin Jennifer Wiseman. Schließlich stellt sich McLaughlin die Frage, warum das alles überhaupt eine Bedeutung hat (“Why Does It Matter?”). Die eindrücklichste Frage der Menschheit, welchen Sinn das Leben hat, findet nur dann eine positive und den Wert des Menschen bejahende Antwort, wenn es Gott gibt und wenn die Weihnachtsgeschichte wahr ist. Jesus ist auf die Welt gekommen, um für deine und meine Schuld vor unserem Schöpfer zu bezahlen. Er verspricht uns kein rosarotes Leben, aber ein sinnerfülltes mit einem echten Ziel, an dem wir unserem Herrn begegnen dürfen. So können wir Weihnachten in einem ganz anderen und viel behaglicheren Lichte als dem von warmen Lichterketten und duftenden Zimtstern-Kerzen feiern.

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